Ralf Willauer zum Ehrenmitglied ernannt

„Als große Ehre und besondere Wertschätzung“ empfand Ralf Willauer am Samstagabend seine Ernennung zum Ehrenmitglied im Musikverein Randen. Für ihn völlig überraschend wurde er von der Vorsitzenden Lisa Schweigler im Rahmen der Mitgliederversammlung mit Urkunde und einem Geschenkkorb ausgezeichnet. Schweigler würdigte das langjährige Engagement von Ralf Willauer, der seine musikalische Laufbahn am 1. Oktober 1972 an der Klarinette begann. Als erster Randener Musiker spielte Willauer ab 1982 das Es-Alt-Saxofon und wechselte später auf das Tenor-Saxofon.

 Ehrenmitglied Ralf Willauer und Lisa Schweigler

In der im Jahr 1986 gegründeten Bläserjugend zeigte der Geehrte von Beginn an Verantwortung und übernahm für die ersten drei Jahre den Vorsitz der Randener Nachwuchsmusiker. Als Mitarbeiter eines nahe gelegenen Produktionsbetriebs prämierter Schinken- und Wurstspezialitäten sorgte er in vielen Jahren für eine reibungslose Belieferung von Fleisch- und Wurstwaren und somit gesicherten Nachschub bei vielen kleinen und großen Veranstaltungen. Für die Verantwortlichen war er so eine wichtige Stütze in der Vorbereitung und Umsetzung in der Verpflegung. Aus gesundheitlichen und auch beruflichen Gründen konnte er zuletzt nicht mehr aktiv mitwirken. Er dankte den aktiven Kollegen im Verein, der ihm in den letzten Jahren „so sehr ans Herzen gewachsen“ ist. Von 1997 bis 2021 hatte Willauer in 24 Jahren die Kasse geprüft. Auch an der Fasnacht trug er zur Unterhaltung bei und schaffte sich bei seinen Auftritten im Fuhrmannskittel ein eigenes Markenzeichen.

Stellvertretend für Schriftführer Stefan Roth verlas Thomas Tesch - pandemiebeding - einen kurzen Jahresbericht. Die Randener Musiker spielten im letzten Jahr bei zwei Beerdigungen und einem öffentlichen Auftritt beim ersten herbstlichen Frühschoppen im eigenen Dreschschuppen. Der Verein zählt zu Jahresbeginn 138 Mitglieder, davon sind 42 Aktive, 8 Ehrenmitglieder sowie 88 passive Mitglieder. Ebenso kurz war auch der Kassenbericht von Kassierer Thomas Tesch. Bei nur einer Veranstaltung, deren Erlös den Flutopfern im Ahrtal gespendet wurde, blieben die Einnahmen übersichtlich. Demgegenüber stand die Anschaffung einer neuen Tuba, die entsprechend zu Buche schlug.

Kassenprüfer Stefan Zürcher berichtete von einer korrekten und beispielhaften Belegführung und empfahl der Versammlung die Entlastung des Kassierers.

Dirigent Thomas Umbscheiden sieht sich und den Verein „in einer historischen Zeit“. Bei nur 16 Proben im letzten Jahr und der freien Entscheidung an die Mitglieder, wegen Corona den Proben beizuwohnen, hofft er, dass möglichst alle auf den „Status 2019“ zurückfinden werden. Durch die Lockerungen seit Anfang April ist der Probenbetrieb wieder halbwegs normal möglich. Er appellierte zum Mitmachen und auch zum Proben zu Hause. Leider haben noch nicht alle in den alten Modus zurückgefunden. Es müsse um Nachwuchs geworben werden. Hierbei können sich auch Erwachsene angesprochen fühlen.

Auf der Suche nach einem Termin für das übliche Jahreskonzert müssen man vielleicht neu denken, so der Orchesterleiter: in seinem Szenario geht er davon aus, dass es im Herbst nochmals Einschränkungen geben könnte, weshalb ein ganz anderes Zeitfenster auszusuchen wäre. Umbscheiden selbst verzichtet seit Beginn der Pandemie auf die vereinbarte Aufwandsentschädigung. Unabhängig davon macht es ihm sehr viel Spaß auf dem Randen und er fühlt sich in den Reihen der Aktiven sehr wohl.

Thomas Zepf, selbst viele Jahre Vorsitzender des Vereins und derzeit stellvertretender Vorsitzender des Blasmusikverbandes Schwarzwald-Baar berichtete von Spielgemeinschaften im Verbandsgebiet: wenn Orchester durch die Pandemie Musiker verlieren, wird es nicht ausbleiben, dass diese sich mit den Kollegen in den Nachbargemeinden zusammenschließen. Unter dem Stichwort „Ensemble Musizieren“ gibt es verschiedene Ansätze, das Zusammenspiel neu zu beleben. Mit dem Verweis auf die gehörten Berichte konnte er die einstimmige Entlastung des gesamten Vorstandes feststellen.

Bei den turnusgemäßen Neuwahlen wurden der zweite Vorsitzende Matthias Greitmann sowie der passive Beisitzer Dietmar Meyer für die nächsten drei Jahre wiedergewählt.

Vorsitzende Schweigler informierte über die bevorstehenden Termine, die auf der Homepage des Vereins unter www.musikverein.randen.de nachzulesen sind. Schon in viereinhalb Wochen lädt der Musikverein Randen am Vatertag zum verkürzten Frühlingsfest in den Dreschschuppen ein. Über das Jahr hinweg feiern drei aktive Mitglieder Hochzeit, wozu das Orchester eingeladen ist. Im Juni gibt es einen Auftritt in Aulfingen, im Juli sind drei Gastspiele in Epfenhofen, Blumberg und Nordhalden geplant. Ihre Feuertaufe im Amt der Vorsitzenden überstand Lisa Schweigler mit Bravour, in nur 45 Minuten.


  Lisa ehrt Tamara

"Wenn man der Fantasie Raum lässt, entsteht Kreativität" - mit diesen Worten würdigte Vorsitzende Lisa Schweigler das Schaffen von Tamara Willauer, die zuletzt alle Plakate, Flyer und andere Drucksachen für die Veranstaltungen des Musikvereins kreiert hat. Die "Werbe- und Webdesignerin" bekam dafür einen Gutschein.


 Ehrenmitglieder Ralf und Leopold Willauer

Das gab es noch nie in der 159jährigen Geschichte des Musikverein Randen, dass ein Vater und sein Sohn Ehrenmitglieder waren: bei Leopold und Ralf Willauer ist es nun der Fall.


 Blaeserjugend Blumen fuer Martina Zepf

Für eine gefühlte "jahrzentelange Kassenprüfer-Tätigkeit" als Kassenprüferin bedankte sich der Vorstand der Bläserjugend Randen bei der scheidenden Prüferin mit einem Blumenstrauß: Schriftführerin Lena Schweigler, Vorsitzender Florian Zepf, die Geehrte Martina Zepf, Kassierer Martin Gleichauf, Beisitzerin Jana Gleichauf und Beisitzer Heiko Müller.

Die Bläserjugend tagte unmittelbar vor der Versammlung des Musikverein Randen.