Erster Ausflug 1987 nach Ittersdorf
Blumberg-Randen bgk. Neue Beziehungen hat der Musikverein Randen am vergangenen Wochenende geknüpft. Der Weg führte die Aktiven nach Ittersdorf im Saarland, wo man Gast bei der „Harmonie“ war.
Dieser Verein setzt sich aus Musikern von drei Ortschaften an der französischen Grenze zusammen; er besteht eigentlich aus zwei Vereinen mit verschiedenen Vorständen. Auf Grund der jeweils niedrigen Mitgliederzahl schloss man sich zu einer gemeinsamen Gruppe zusammen, die nunmehr aus dreißig Musikfreunden besteht.
Auf Initiative des ehemaligen Vorsitzenden und Ehrendirigenten Martin Weh entschloss sich die Randener Vorstandschaft, eine Einladung zum Musikfest im Saarland anzunehmen. So startete man mit dem Bus am Samstagmorgen und wurde um 15 Uhr in Ittersdorf im Festzelt empfangen. Zur herzlichen Begrüßung durch den Vorsitzenden gab es Sekt und Bier, danach wurden die Gäste privat in ihre Unterkünfte eingewiesen.
Am Abend traf man sich wieder im Festzelt und die ersten Kontakte wurden geknüpft. Es stellte sich heraus, dass man auf gleicher „Wellenlänge“ dachte, anfängliche Skepsis war über den Haufen geworfen und es sollte ein harmonischer Abend werden. Musikalisch unterstrich der Musikverein Randen die geselligen Stunden, begleitet von begeistertem Applaus und Zugaberufen der Gastgeber. Vorsitzender Hans-Adolf Artis begrüßte die Randener noch einmal und dankte für den Besuch. Vorsitzender Gerhard Greitmann freute sich in seinem Grußwort über die Einladung und überreichte heimatlichen Schinken und Speck mit einer Schwarzwälder Kuckucksuhr. Greitmann hoffte auf eine Fortsetzung der Beziehungen und stellte eine Gegeneinladung in Aussicht. Vom Gastgeberverein wurde eine echte Grubenlampe aus den dortigen Bergwerken überreicht. Sie solle einen würdigen Platz im Probelokal finden, meinte Artis.
Zum Tanz spielte dann die Tanzabteilung der Randenmusikanten unter der Leitung von Dietmar Schweigler auf. Zur Unterhaltung bis in die Morgenstunden spielte der Ittersdorfer Dirigent Arnold Ludwig Akkordeon, und so manche heisere Stimme gab es dann vor dem Kirchgang am nächsten Morgen zu hören. Man traf sich hierzu im Dorf und marschierte gemeinsam mit der Bevölkerung, den Musikern und den übrigen Gästen zur Kirche. Der Musikverein Randen, allen voran Dirigent Hermann Liebert, führte die Prozession an. Nach der Kirche ging es wieder zum Festzelt, wo die Randener den Frühschoppen gestalteten. Zum Mittagessen offerierte das Rote Kreuz Erbsensuppe, auch Schwenkbraten vom Grill wurde angeboten.
Während der Musikdarbietungen des Fraulauterner Vereins hieß es dann Abschied nehmen von den gastfreundlichen Saarländern. Der Ittersdorfer Ortsvorsteher hoffte in seiner Rede auf eine Fortsetzung des freundschaftlichen Verhältnisses und den Gegenbesuch seiner Musiker. Rührende Abschiedsszenen waren abschließend zu sehen, begleitet von dem Lied „Nehmt Abschied, Brüder“.

Autor: Edgar Ketterer (Kürzel bgk steht für Blumberg Ketterer).
erschienen am 22.07.1987 im Südkurier
Saarbrücker Zeitung am 29.07.1987
Autor. Ludwig Meyer, Villinger Straße 23, 6636 Überherrn-Felsberg
(Hinweis: Die fünfstelligen Postleitzahlen wurden in Deutschland am 1. Juli 1993 eingeführt. Sie ersetzten das alte vierstellige System, das nach der Wiedervereinigung an seine Grenzen gestoßen war – im geteilten Deutschland hatte es teils identische vierstellige PLZ in Ost und West gegeben, was nach 1990 zu Doppelungen führte.)

ein Versuch, die Namen der Musiker von links nach rechts zu identifizieren: Hermann Liebert (Dirigent), Peter Gleichauf (Tuba), Ewald Weh (Tenorhorn), Roland Böhringer (Tenorhorn), Manfred Schmid (große Trommel), Thomas Schobries (Tenorhorn), Otto Schneider (Posaune), Franz Schmid (Tenorhorn), Gerhard Greitmann (Es-Horn), Harald Sauter (Posaune), Volker Gleichauf (Flügelhorn), Bruno Schmid (kleine Trommel), ..... , ganz hinten / rechts: Dietmar Schweigler (Trompete).
(Ich danke für jede Form von Änderungen oder Verbesserungsvorschlängen.)
Musikanten aus Randen begeisterten
Treffen im Schwarzwald
Ittersdorfer zum 125jährigen Jubiläum eingeladen
Im. Ittersdorf. Ehrengast des Musikfestes in Ittersdorf war der Musikverein Randen 1863 aus dem Schwarzwald. Randen ist ein Ortsteil der Stadt Blumberg im südlichen Schwarzwald und zählt 137 Einwohner. Dem Musikverein Randen gehören 34 einheimische Musiker an, fünf Jugendliche sind in der Ausbildung. Vermittelt wurde der Wochenendbesuch von Arnold Ludwig, Dirigent des Musikvereins Ittersdorf-Düren, der sein Musikfest mit einem Konzert der Musikvereine Gisingen und Hemmersdorf eröffnete. Am Abend war das Festzelt dicht besetzt, als der Vorsitzende Hans Adolf Artis die Musiker aus dem Schwarzwald mit ihrem 79jährigen Ehrendirigenten Martin Weh willkommen hieß. Hervorragend war ihr Können unter Leitung ihres Dirigenten Hermann Libert, weitgespannt ihr Repertoire an alter und neuer Blasmusik. Zwischendurch tauschten die Vorsitzenden Greitheim (Randen) und Artis (Ittersdorf) Geschenke aus, eine sehr schöne Kuckucksuhr und eine Bergmannslampe. Am späten Abend spielte ein Teil des Orchesters zum Tanz auf.
Sonntags eröffnete der Musikverein Randen den Kirchgang. Die von Pastor Dr. Rolf Dillschneider zelebrierte Festmesse wurde vom Kirchenchor Ittersdorf unter Leitung von Wolfgang Jaeger, Studienassessor an einer Privatschule, mitgestaltet. Das Frühschoppenkonzert war für den MV Randen zugleich auch seine Abschiedsmusik. Alle Musiker waren von der herzlichen Aufnahme in Ittersdorf so begeistert, daß sie ihren Gastellern zum Abschied Blumen überreichten. Vor der Abfahrt wurde der MV Ittersdorf-Düren zum 125jährigen Jubiläum des MV Randen 1988 eingeladen. Den Nachmittag gestalteten als „Tag der Blasmusik“ die Musikvereine aus Fraulautern, Ihn, Picard, Berus und St. Barbara; eine hervorragende Werbung für die Blasmusik.